Konfirmation: Bedeutung, Voraussetzungen und (Geschenk-)Ideen

Konfirmation

Die Konfirmation ist eine feierliche Segenshandlung der evangelischen Kirche, die im Rahmen eines Konfirmationsgottesdienstes stattfindet und den Übertritt jugendlicher evangelischer Christen in die Gemeinde der Erwachsenen markiert.

Vor der Konfirmation findet der Konfirmationsunterricht, kurz Konfi-Unterricht, statt. Hier beschäftigen sich die Jugendlichen in Gruppen mit ihrem Glauben.

Da der Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter etwas besonders ist, wird im Anschluss an den Konfirmationsgottesdienst in vielen Familien gefeiert.

Wenn Ihr Kind konfirmiert wird, Sie selbst konfirmiert werden wollen oder als Gast zu einer Konfirmation eingeladen sind, finden Sie auf dieser Seite nützliche Informationen rund um die Themen Konfirmationsunterricht, Konfirmation und Konfirmationsgeschenke.

Konfirmation: Fragen und Antworten

Was bedeutet das Wort „Konfirmation“?

Konfirmation leitet sich vom lateinischen „confirmatio“ ab. Es lässt sich übersetzen mit „Befestigung“, „Bekräftigung“ bzw. „Bestätigung“. Die Konfirmation ist somit die persönliche Bestätigung der Taufe. Der Konfirmand bzw. die Konfirmandin gibt in dem feierlichen Konfirmationsgottesdienst bewusst das Ja zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit.

Wer hat die Konfirmation erfunden?

Der Ursprung der Konfirmation geht auf die Reformationszeit zurück. 1539 beschlossen Theologen und Reformatoren auf Schloss Ziegenhain (Nordhessen) die „Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung“. In dieser Ordnung war unter anderem geregelt, dass Heranwachsende zu einem Katechismusunterricht geschickt werden sollten. Der Unterricht gipfelte in einer symbolischen Handlung von der Gemeinde: der Konfirmation.

Hintergrund dieser Ordnung war ein Streit zwischen Anhängern der Gläubigen- und der Säuglingstaufen. Während die reformatorische Täuferbewegung die Taufe als persönliches Bekenntnis zum Glauben verstand (Gläubigentaufe, Erwachsenentaufe) und die Kindertaufe als unbiblisch ablehnte,  glaubten die Reformatoren unter anderem, dass Kinder ebenso wie die Älteren in den Bund Gottes gehören und die Taufe nicht den Glauben, sondern der Glaube die Taufe empfängt.

Weshalb lässt man sich konfirmieren?

Die Konfirmation ist ein nachträgliches „Ja“ zur Taufe. In evangelischen Kirchengemeinden ist es üblich, dass Kinder bereits im Säuglingsalter getauft werden. Da die Kinder sich in diesem Alter natürlich noch nicht selbst zum Glauben bekennen können, übernehmen das die Eltern und Taufpaten. Mit der Taufe wird das Kind Teil der christlichen Gemeinde, doch um auch ein voll verantwortliches Mitglied der Kirchengemeinde zu werden, muss das Kind selbst mit Eintritt der Religionsmündigkeit seinen Glauben bestätigen – und somit konfirmiert werden.

Nach der Konfirmation darf man den Kirchenvorstand der Gemeinde mitwählen, selbst Taufpate oder -patin werden, am Abendmahl teilnehmen und eine Nottaufe vornehmen. Als Erwachsene kann man in kirchliche Ehrenämter gewählt werden und an Wahlen teilnehmen.

Wer kann konfirmiert werden?

Am Tag der Konfirmation sollte das Kind getauft und 14 Jahre alt sein. Ab dem 14. Lebensjahr gilt das Selbstbestimmungsrecht des Kindes in religiösen Fragen, weshalb das Kind erst ab diesem Alter bewusst „Ja“ zur Kirche und zum Glauben sagen kann.

In der Regel werden Kinder daher zum Konfirmandenunterricht angemeldet, wenn sie in die 7. Klasse kommen. Ob das Kind zu Beginn des Konfirmandenunterrichts bereits getauft wurde, ist nicht relevant, da die Taufe auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann.

Wenn Ihr Kind bereits in einer anderen Konfession getauft worden ist, können Sie  bei einem Gespräch mit dem zuständigen Gemeindepfarrer klären, ob eine Teilnahme am Konfirmationsunterricht sowie die Konfirmation dennoch möglich ist. Möchten Sie oder Ihr Kind konfirmiert werden, obwohl Sie oder Ihr Kind bereits älter sind, lohnt sich ebenfalls das Gespräch mit dem Gemeindepfarrer.

Der Konfirmandenunterricht ist Voraussetzung für die Konfirmation. In vielen Gemeinden ist außerdem vorgeschrieben, wie oft die Jugendlichen vor Ihrer Konfirmation den Gottesdienst besuchen müssen. Da es aber keinen einheitlichen Plan für den Konfirmandenunterricht gibt, sind die Voraussetzungen unterschiedlich.

Ich wurde in meiner Jugend bzw. als Erwachsener getauft – muss ich mich noch konfirmieren lassen?

Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn Sie sich zum Zeitpunkt Ihrer Taufe bereits selbstständig bewusst für den christlichen Glauben entscheiden konnten, ist eine Konfirmation nicht mehr notwendig. Das bedeutet aber nicht, dass Sie nicht konfirmiert werden können.

Jugendliche, die am Konfirmandenunterricht teilgenommen haben und währenddessen getauft worden sind, werden in der Regel trotzdem zusammen mit ihrer Konfirmandengruppe konfirmiert. So können die Jugendlichen dieses besondere Erlebnis mit ihrer Konfirmandengruppe teilen.

Als Erwachsener können Sie Ihren Pastor vor Ihrer Taufe um eine Taufunterweisung bitten. Die Inhalte der Unterweisung ähneln denen des Konfirmandenunterrichts.

Wie melde ich mein Kind zum Konfirmandenunterricht an?

Die Anmeldung erfolgt im Gemeindebüro, meist vor den Sommerferien. In der Regel teilt die Kirchengemeinde den genauen Anmeldezeitraum auf ihrer Webseite, im Gemeindebrief oder im Kirchenschaukasten mit. Den genauen Ablauf des Konfirmandenunterrichts lernen Sie dann bei der Anmeldung oder während eines Elternabends kennen.

Wer wird zu Konfirmation eingeladen?

Es gibt keine Regeln die vorschreiben, wen man zur Konfirmation einladen muss. Traditionell sind jedoch die Eltern, die Geschwister, die Großeltern sowie die Taufpaten bei der Konfirmation anwesend. Wichtig ist, dass der Konfirmand bzw. die Konfirmandin mitentscheiden kann, wer eingeladen wird: Ihr Kind ist an diesem Tag schließlich die Hauptperson.

Wo feiert man die Konfirmation?

Nach dem Konfirmationsgottesdienst feiern die meisten Konfirmanden noch im Freundes- und Familienkreis weiter. Ob Sie Ihre Gäste dafür in ein edles Restaurant einladen oder im eigenen Garten Kaffee und Kuchen servieren – wichtig ist nur, dass die Feier zu Ihrem Kind und Ihrem Budget passt.

Was schenkt man zur Konfirmation?

Besonders beliebt sind Geldgeschenke, Erinnerungsstücke, Gutscheine für Erlebnisse und christliche Geschenke wie eine hochwertige Bibel oder eine Kette mit Kreuzanhänger.  Wenn Sie sich unsicher sind, welches Geschenk dem Konfirmanden gefallen könnte, können Sie auch die Eltern fragen.

Was schenkt man als Taufpate zur Konfirmation?

Als Taufpate haben Sie vor vielen Jahren eine wichtige Rolle im Leben Ihres Patenkindes eingenommen. Sie haben versprochen, für das Kind da zu sein und die Eltern in der christlichen Erziehung des Kindes zu unterstützen. Mit der Konfirmation Ihres Patenkindes endet die Patenschaft offiziell – obwohl Sie die besondere Beziehung zu Ihrem Patenkind natürlich weiterhin pflegen und genießen können.

Auch wenn Geldgeschenke bei Konfirmationen beliebt sind, entscheiden sich Taufpaten wegen der besonderen Beziehung zum Konfirmanden bzw. zur Konfirmandin meist für ein Erinnerungsstück als Geschenk. Das kann eine Uhr oder Schmuck sein. Auch ein gemeinsamer Konzertbesuch bei der Lieblingsband des Patenkindes oder ein gemeinsamer Städtetrip kann ein würdiger Abschluss sein und für beide lange in Erinnerung bleiben.

Wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation?

Geldgeschenke für Konfirmanden sind beliebt. Die erste Regel beim Verschenken lautet: Geben Sie nur so viel aus, wie Sie sich auch wirklich leisten können. Überlegen Sie in Ruhe, wie viele Kinder aus Ihrem Familien- und Bekanntenkreis in diesem Jahr konfirmiert werden, zu wem Sie in welchem Verhältnis stehen und wem Sie überhaupt etwas zur Konfirmation schenken möchten. Ihrem Patenkind werden Sie wahrscheinlich einen höheren Geldbetrag oder ein hochwertigeres Geschenk überreichen als das Nachbarskind Ihrer Großeltern. Überlegen Sie auch, ob Geld tatsächlich das richtige Geschenk ist. Vielleicht ist die Konfirmation eine gute Möglichkeit, Ihrem Patenkind einen lang ersehnten Städtetrip zu schenken, welches die offizielle Zeit als Pate und Patenkind feierlich beendet.

Wo kauft man Konfirmationsgeschenke?

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