Advent: Ursprung, Bräuche und Dekoration

Lichterbogen auf dem WeihnachtsmarktDer Advent ist eine stille, besinnliche Zeit mit vielen traditionellen Adventsbräuchen. Er dient dazu, sich auf eines der wichtigsten Feste des Christentums vorzubereiten: Weihnachten. Gleichzeitig kann der Advent jedoch auch ganz schön hektisch werden: Weihnachtsfeiern, Besuche auf überfüllten Weihnachtsmärkten und der Druck, das perfekte Geschenk für seine Lieben zu finden lassen das Herz im Advent schnell höher schlagen.

Warum wir Advent feiern, woher die Adventsbräuche stammen und was der Adventskranz mit rauhes.de zu tun hat: All das erfahren Sie auf dieser Seite.

Advent: Fragen & Antworten

 

Was bedeutet Advent?

Advent kommt von dem lateinischen Word adventus und bedeutet „Ankunft“.

Wieso feiern wir den Advent?

Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens und der Vorfreude. Christen nutzen sie, um sich auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu, einzustimmen.

Wo wird Advent gefeiert?

Advent wird in zahlreichen Ländern gefeiert, die Adventsbräuche unterscheiden sich jedoch häufig. So bringt in Skandinavien nicht der Adventskranz, sondern eine Adventskerze Licht in die dunkle Jahreszeit. Die Kerze trägt 24 Markierungen und brennt vom 1. Dezember bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Stückchen herunter. In den Philippinen, dem asiatischem Land, in dem die meisten Christen leben, wird ab dem 1. Dezember mit Weihnachtslaternen aus Papier geschmückt.

Wann ist der erste Advent?

Der erste Advent fällt immer auf den Sonntag zwischen dem 27. November und 3. Dezember. Die Adventszeit starten mit dem ersten Advent und endet am Heilig Abend. Mit dem ersten Advent beginnt außerdem das neue Kirchenjahr.

Warum gibt es vier Adventssonntage?

Nicht immer war der Advent vier Adventssonntage lang. Im 4. Jahrhundert dauerte der Advent in Spanien und Galien drei Wochen. In der römischen Kirche des Westens gab es zunächst vier bis sechs Sonntage im Advent. Papst Gregor (540 – 604) setzte im 6. Jahrhundert erstmals die Zahl der Adventssonntage auf vier fest. Die vier Wochen stehen dabei symbolisch für die 4.000 Jahre, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten musste.

In orthodoxen Ostkirchen sowie in der Erzdiözese Mailand dauert die Adventszeit noch heute sechs Wochen.

Wer hat den Adventskranz erfunden?

Erfinder des Adventskranzes ist der Theologe Johann Hinrich Wichern, der als Mitbegründer der Diakonie gilt und das Rauhe Haus sowie die Agentur des Rauhen Hauses gegründet hat.

Das Weihnachtsfest war für das Rauhe Haus und seine Bewohner schon immer von großer Bedeutung. Im Advent fragten die Waisenkinder Wichern ständig, wann denn nun Weihnachten sei. Um die Adventszeit mit dem nahenden Weihnachtsfest besser darstellen zu können, bastelte Wichern 1839 aus einem Wagenrad und Kerzen den ersten Adventskranz. Der erste Adventskranz der Welt hatte 23 Kerzen: eine große Kerze für jeden Adventssonntag und kleine Kerzen für die Tage dazwischen.

Der originale Wichernsche Adventskranz hat also zwischen 22 und 28 Kerzen – 22, wenn Heiligabend auf den vierten Adventssonntag fällt und 28, wenn Heiligabend am Samstag nach dem vierten Advent ist. Da der Wichernsche Adventskranz durch seine vielen Kerzen und des dadurch entstehenden Umfang jedoch zu groß für das heimische Wohnzimmer war, entstand im Laufe der Jahre der Adventskranz mit vier Kerzen. Heute können Sie den originalen Adventskranz unter anderem im Hamburger Rathaus sowie im Hamburger Michel bestaunen – natürlich nur in der Adventszeit.

Mehr über Johann Hinrich Wichern, dem Adventskranzerfinder, erfahren Sie hier.

Warum hat der Adventskranz vier Kerzen?

Der erste Adventskranz hatte ursprünglich eine Kerze für jeden Tag im Advent. Da ein Adventskranz mit 22 bis 28 Kerzen aber zu groß für den Hausgebrauch war, setzte sich der Adventskranz mit vier Kerzen durch. Die vier Kerzen stehen dabei für die vier Adventssonntage.

Wie halte ich meinen Adventskranz frisch?

Adventskränze werden oft mit Tannenzweigen geschmückt. Damit die Tannenzweige lange frisch bleiben, müssen Sie sich während der Adventszeit regelmäßig um Ihren Adventskranz kümmern.

  1. Stellen Sie den Adventskranz an einen möglichst kühlen Ort. Wärme, z. B. durch einen Heizkörper oder einem Kamin, können die Tannenzweige schneller austrocknen lassen. Zusätzlich können Sie den Adventskranz über Nacht nach draußen stellen.
  2. Besprühen Sie den Kranz regelmäßig mit Wasser. Dazu eignet sich besonders eine Sprühflasche.

Ein bekannter Tipp ist auch das Besprühen der Tannenzweige mit Haarspray. Davon raten wir aber deutlich ab: Haarspray ist sehr leicht entzündbar. Das der Adventskranz brennt, kommt gar nicht mal so selten vor. Damit Sie die Adventszeit in Ruhe genießen können, haben wir Ihnen Tipps zusammengestellt, damit Ihr Adventskranz kein Feuer fängt.